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SC Vöhringen - TSV Bad Saulgau

#1 von Supertramp , 14.10.2011 01:14

Neuanfang: Neues Trainergespann möchte neuen Schwung bringen

geschrieben von Thomas Lehenherr

Handball-Württembergliga Süd:
SC Vöhringen – TSV Bad Saulgau, heute, Samstag 19.30 Uhr, Sportpark-Sporthalle

VÖHRINGEN / BAD SAULGAU (tl) – Nach der Entlassung von Trainer Karl-Heinz Herth versucht nun das Interimstrainergespann Gunder Michelberger / Fredrik Söder sein Glück. Der Gegner ist am heutigen Samstag um 19.30 Uhr in der Sportpark-Sporthalle der Tabellenneunte SC Vöhringen. Bereits in dieser Trainingswoche wurde von Gunder Michelberger sowohl in der Abwehr als auch im Angriff schon eine Menge verändert.

Aggressiver und konsequenter soll in Zukunft gespielt werden. Zurücklaufen und Konterangriffe sollen automatisiert sein. Ob dies allerdings schon gegen die sehr schnelle und konterstarke Mannschaft aus Vöhringen klappen wird, steht in den Sternen, zumal mit Mittespieler und Ballverteiler Patrick Engler ein weiterer Akteur für längere Zeit verletzungsbedingt ausfällt. Er brach sich beim Training am Dienstag einen Unterarmknochen.

Viel mehr Pech kann eine Mannschaft kaum haben: Vier absolute Leistungsträger stehen für die gesamte Vorrunde und einige Zeit der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung. Beide Kreisläufer und Abwehrchefs Frederick Söder und Peter Földi laborieren an Kreuzbandrissen, Kapitän und Goalgetter Janos Csele hat große Achillessehnenprobleme und nun der Ausfall des aufstrebenden Patrick Engler. Um die augenblickliche Situation ist deshalb der TSV sicherlich nicht zu beneiden. Doch das neue Trainergespann versucht aus der Not eine Tugend zu machen und nimmt den übrig gebliebenen kleinen Rest der Truppe in die Pflicht. Jeder bekommt nun mehr Verantwortung, muss sich voll für die Mannschaft einsetzen, verlangen die Trainer. Mit sieben bis acht Feldspielern gibt’s für den einzelnen Akteur kaum Verschnaufpausen, das Team muss optimal aufeinander abgestimmt sein. Im Training hat dies schon ganz gut geklappt, doch darf man nach nur drei Trainingseinheiten noch keine Wunder erwarten. Vöhringens Coach Lutz Freybott kennt den TSV Bad Saulgau wie auch die meisten seiner Akteure recht gut und hat sein Team auf den zurzeit angeschlagenen TSV eingestimmt. Auf seinen momentan besten Spieler Sandro Jooß sowie Linksaußen Benjamin Prinz wird besonders zu achten sein, doch auch Sven Schröder und Manuel Scholz sind wieselflink und immer für Tore gut. Äußerste Disziplin verlangt das TSV-Trainergespann Michelberger/Söder von seinem Team, ansonsten ist der schnellen Mannschaft aus Vöhringen, die in der Regel rasante Konter in Serie läuft, nicht beizukommen.

Dringender denn je braucht der TSV nun Fanunterstützung und setzt deshalb auf viele Fahrgemeinschaften. Gemeinsame Abfahrt ist um 17 Uhr beim Jungen Kunsthaus an der Kaiserstraße.

Bereits um 17.30 Uhr spielen die TSV-Damen gegen Vöhringen. Mit einem Sieg könnte das Bad Saulgauer Frauenteam den zweiten Tabellenplatz der Kreisklasse verteidigen. Wer also die TSV-Damen unterstützen möchte, sollte bereits um 16 Uhr losfahren.

TSV Bad Saulgau: Bakos, Gebele (beide im Tor), Zimmerer, Heck, Stanciu, Luib, Herrmann, (Csele), Robotka, Biselli, Matt.


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RE: SC Vöhringen - TSV Bad Saulgau

#2 von Wielandstädter XL , 14.10.2011 07:08

Quelle: www.scvoehringen-handball.de

Das erste Derby der Saison steht den Württembergliga-Handballern vom SC Vöhringen ins Haus: am Samstagabend empfangen die Rot-Weißen den TSV Bad Saulgau.
Den Oberschwaben wurde vor Rundenbeginn eine Platzierung im vorderen Tabellendrittel zugetraut, manch einer hatte den TSV sogar als Geheimfavorit auf dem Zettel. Dieser Einschätzung konnten die Saulgauer bisher nicht gerecht worden. Im Auftaktspiel unterlag man etwas unglücklich den gut besetzten Wernauern, in den folgenden Heimspielen musste man zwei herbe Schlappen einstecken: gegen Aufsteiger Zizishausen unterlag man mit 25:34, gegen den starken TSV Deizisau setzte es sogar ein 27:40 vor den eigenen Fans. Dazwischen lagen zwei Auswärtspartien, beim Neuling in Weilstetten wurde mit 25:30 verloren, der bislang einzige Sieg gelang beim Gastspiel in Ostfildern, wo man mit 36:34 das bessere Ende für sich hatte. Macht summa summarum 2:8 Punkte, zuwenig für die Saulgauer Verantwortlichen, die Anfang der Woche die Notbremse zogen und sich von Trainer Karl-Heinz-Herth trennten. Vorerst bis zur Rückrunde wird die Mannschaft nun von Gunder Michelberger (zu Regionalligazeiten bereits einmal Saulgauer Coach) und Freddy Söder betreut.
Mit entscheidend für den bisher unerfreulichen Saisonverlauf ist freilich die Verletzungsmisere der Badstädter: mit Frederik Söder und Peter Földi fallen gleich beide Kreisläufer mit Kreuzbandrissen lange aus, beide zählen in Angriff und Abwehr zu den Stützen des Teams. Auch der Kopf der Mannschaft, Kapitän Janos Csele plagt sich seit längerem mit Achillessehnenbeschwerden herum , die sein Mitwirken in den vergangenen Partien auf ein Minimum reduzierten. Zu allem Überfluß brach sich dann auch noch Spielmacher Patrick Engler kürzlich die Speiche im Arm, was ihm ebenfalls eine längere Zwangspause bescheren dürfte.
Dennoch hat auch ein dezimierter Saulgauer Kader immer noch einiges an Qualität zu bieten. Der ungarische Zerberus David Bakos zählt zu den stärksten Keepern der Liga, auch Gabriel Stanciu wirft seine zahlreichen Tore weiterhin für Bad Saulgau. 37 Mal ließ es der rumänische Rückraumbomber im bisherigen Saisonverlauf schon "krachen". Auch die Neuzugänge - alle drei von der HSG Albstadt - konnten bisher überzeugen. Heiko Hermann ist ein kampfstarker und abschlußsicherer Linksaußen, der seine Torgefährlichkeit bereits unter Beweis stellte. Mit Daniel Matt kam ein Saulgauer Eigengewächs zurück, der Rückraumspieler gilt als hoch talentiert. Und auch Linkshänder Sven Biselli im rechten Rückraum agiert bislang sehr erfolgreich. In Albstadt noch kaum berücksichtigt, erzielte der junge Mann in vier Spielen schon 25 Treffer. Mit Christian Zimmerer, Daniel Heck sowie Sebastian Luib verfügt man über weitere zuverlässige Akteure.
Bei der Niederlage in Wolfschlugen war SC-Coach Lutz Freybott nicht zufrieden mit der Leistung und dem Auftreten seiner Schützlinge. In allen Mannschaftsteilen blieb in dieser Partie doch viel Luft nach oben. Vor eigenem Publikum möchten die Wielandstädter es nun wieder besser machen, wohl wissend dass die Saulgauer nach dem Trainerwechsel sicherlich unbeschwert und mit neuem Mut aufspielen werden. Lange Schwächephasen wie zuletzt wird man sich nicht erneut leisten können, dies wird auch ein verunsicherter und personell dezimierter Gegner sofort zu bestrafen wissen.
Nachdem man in der Vorwoche ein angeschlagenes Team durch eigene Zaghaftigkeit und mangelnde "breite Brust" stark machte, will man heute von Anfang an voll dagegen halten - schließlich will man sich im Derby keine Blöße geben und die Punkte im Illertal behalten. Besinnen sich die Rot-Weißen auf Ihre Spiel- und Kampfstärke, sollte dies auch gelingen können.
Selbstverständlich brauchen die Jungs dabei die bestmögliche und laustarke Unterstützung ALLER Fans. Sportpark - lasst es krachen!


Zwei kleine Worte lassen alle LOCOS nachts nicht schlafen: SCV auswärts!

 
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RE: SC Vöhringen - TSV Bad Saulgau

#3 von Supertramp , 16.10.2011 12:32

Remis: TSV zeigt sich verbessert

Handball-Württembergliga Süd:

SC Vöhringen – TSV Bad Saulgau 30:30 (11:12)

geschrieben von Thomas Lehenherr

VÖHRINGEN / BAD SAULGAU (tl) – Nach der Entlassung von Coach Karl-Heinz Herth erreichte Handball-Württembergligist TSV Bad Saulgau mit einer Leistungssteigerung am vergangenen Samstag in Vöhringen ein 30:30. Die etwa 100 nach Vöhringen mitgereisten Fans waren allesamt gespannt auf den neu aufgestellten TSV. Vom Verletzungspech verfolgt, zeigten die in letzter Zeit schwachen Bad Saulgauer endlich die erwartete Trotzreaktion. Aggressiv in der Abwehr machte das Team des neuen Interimstrainergespanns Gunder Michelberger/Frederik Söder den Gastgebern das Leben schwer. So dauerte es fünf Minuten, bis sie durch den an diesem Tag besten SC-Spieler Sven Schröder das 1:0 markieren konnten. Wenn die Abwehr nicht dicht hielt, parierte David Bakos in dieser Phase fast alles, was auf sein Tor kam. Auf der anderen Seite vergab der TSV leichtfertig Chancen, die durch einen glänzend aufgelegten Bakos nicht bestraft wurden. So stand es nach 12 Minuten erst 2:1 für die Hausherren. In der Folge wurden beide Mannschaften etwas treffsicherer, wobei die Bad Saulgauer meist die Nase mit ein, zwei Treffern vorn hatten. Mit 12:11 für den TSV wurden die Seiten gewechselt. Die Bad Saulgauer erspielten sich auch ohne ihre beiden Langzeitverletzten Frederik Söder und Peter Földi sowie Mittespieler Patrick Engler (Armbruch) jedoch wieder mit dem angeschlagenen Kapitän Janos Csele nach und nach eine Feldüberlegenheit. Oliver Robotka wurde von den Trainern als Mittespieler und für Keeper David Bakos zeitweise Alexander Gebele eingewechselt. Dieser konnte sich gleich durch einen gehaltenen Siebenmeter-Strafwurf auszeichnen. Gabriel Stanciu von halblinks und Sven Biselli von Rechtsaußen wurden immer sicherer obwohl der TSV ständig von den Unparteiischen mit Zweiminuten-Zeitstrafen belastet wurde. Auf der anderen Seite gab es für ähnliche Vergehen kaum Zeitstrafen. Insgesamt erhielt der TSV elf Zeitstrafen, der Gastgeber nur fünf. Ähnlich verhielt es sich bei den Siebenmetern: Während der TSV sich mit drei begnügen musste, konnte sich der Sportclub über acht freuen, von denen er allerdings nur drei verwandelte – der Gegner hatte mehr Glück und verwandelte alle.
Zu allem Überfluss handelte sich der bis zu diesem Zeitpunkt sehr gut agierende TSV-Spieler Heiko Herrmann durch seine dritte Zwei-Minutenstrafe die Rote Karte ein. Fast die ganze Spieldauer des zweiten Abschnitts war das Michelberger-Team in Unterzahl und wehrte sich dennoch nach Kräften. Der Vorsprung wuchs eine Viertelstunde vor dem Abpfiff trotz dieser Benachteiligung auf vier Tore und das Spiel schien gelaufen. Bei den Gastgebern sorgten neben Sven Schröder vor allem Alexander Henze und Kevin Jähn durch ihre Treffer, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. Als in der 56. Minute der neben Torhüter David Bakos beste Bad Saulgauer Sven Biselli zum 29:26 für den TSV traf, ließ sich seine Mannschaft zum Entsetzen des Rrainergespanns und der lautstarken Fangemeinde zu völlig unnötigen Provokationen und Fehlern hinreisen. Die Platzherren kamen näher heran und konnten eine Minute vor Schluss zum 30:30 ausgleichen, hatten sogar noch die Möglichkeit zum Siegtreffer.
Im Vergleich zu den letzten Spielen zeigte sich der TSV vor allem in der Abwehr stark verbessert. Im zweiten Abschnitt funktionierte dann auch die Offensive besser, doch die Spielzüge müssen sicherlich noch verbessert werden. Es fehlte am Ende auch noch die Cleverness, einen schon fast sicheren
Sieg über die Zeit zu bringen. Der TSV steht mit diesem Remis zwar immer noch auf einem Abstiegsplatz, doch bestehen nach der gezeigten Leistung wieder berechtigte Hoffnungen, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern.
Am kommenden Samstag, den 22. Oktober fahren die Bad Saulgauer zum nächsten Auswärtsspiel nach Wolfschlugen – einen Gegner, den die Verantwortlichen noch etwas stärker als Vöhringen einschätzen. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Zur Unterstützung der Mannschaft wird ein Fanbus eingesetzt. Abfahrt ist um 17 Uhr beim Jungen Kunsthaus an der Kaiserstraße.

Im Vorspiel bezwangen die TSV-Frauen von Coach Janos Csele in einer äußerst spannenden Partie die Vöhringer Gastgeber mit 21:20 und belegen
weiterhin den zweiten Tabellenplatz der Bezirksklasse Bodensee.

TSV Bad Saulgau: Bakos, Gebele (beide im Tor), Zimmerer, Heck (1), Stanciu (8/davon 2 Siebenmeter), Luib, Herrmann (5/1), Csele (3), Robotka, Biselli (8), Matt (5).


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RE: SC Vöhringen - TSV Bad Saulgau

#4 von guru , 16.10.2011 20:03

Quelle: Homepage SC Vöhringen

Über die Mechanismen eines Trainerwechsels wird ja oft philosophiert. Beim samstäglichen Gegner, dem mit viel Vorschußlorbeeren und mageren 2 Punkten aus den ersten fünf Spielen gestarteten TSV Bad Saulgau, bewirkte er jedenfalls einen unglaublichen kämpferischen Einsatz. Aber den bewies der SCV auch, zumindest über weite Phasen und die meisten Spieler. Auch spielerisch lief es ganz gut. Aus einer sichereren Abwehr mit einem anfangs stark haltenden Manuel Neckermann rollten schnelle Gegenstöße und auch das Positionsspiel im Angriff ließ wenig Wünsche offen. Alles, bzw. zumindest vieles, passte – nur eines fehlte: Tore! Egal ob beim Konter oder beim Positionsangriff – die klarsten Chancen wurden vergeben. Lediglich Spielmacher Sven Schröder, der nicht nur wegen seiner neun Tore der beste SCVler war, durfte im ersten Durchgang mit seiner Wurfausbeute zufrieden sein. Statt der möglichen klaren Führung der Hausherren übernahmen infolgedessen die Oberschwaben das Kommando und gingen mit einer knappen 12:11-Führung in die Pause.
Obwohl Alexander Henze im zweiten Durchgang sein Visier besser eingestellt hatte, und Kevin Jähn mit drei Treffern in Folge, Hoffnungen auf eine Wende aufkommen ließen, lief es nun nicht mehr „rund“, Saulgau konnte seine Führung teilweise sogar bis auf vier Tore ausbauen. Der Druck des „Aufholen müssens“ wurde immer stärker und zog den einen oder anderen technischen Fehler nach sich, die Abwehr stand jetzt nicht mehr so sicher und auch die Torhüter waren nicht mehr der große Rückhalt. Angesichts der davon schwimmenden Fälle kämpfte sich der SCV dann doch wieder zurück, erzielte mehrfach den Anschlusstreffer und kurz vor Schluss den Ausgleich. Ein Ergebnis mit dem Saulgau sehr zufrieden war – und schlussendlich auch der SCV sein musste. Und auch die meisten Zuschauer im rappenvollen Sportpark wurden mit dem einen Punkt für die strapazierten Nerven belohnt. Alles in allem wieder mal ein echter Handball-Krimi, in dem fast alles geboten war – nur SCV-Tore gab es halt zu wenig, und deshalb auch nur einen Punkt.
Eine sehr gute Leistung boten auch die beiden Schiedsrichter, die die bestimmt nicht leicht zu leitende Partie stets im Griff hatten und ihre klare Linie von Anfang bis Schluss beibehielten.

Die Daten zum Spiel:

Aufstellung und Tore
SCV: Pitschen, Neckermann, Stein, Ostheimer 1, Schröder 9/1, Henze 6, Stanciu 1, Bucher 2, Jähn 4/1, Sailer, Jooß 3/2, Schramm 1, Prinz 1, Scholz 2.
Bad Saulgau: Gebele, Bakos, Robotka, Luib, Matt 4, Cesle 3, Herrmann 5/1, Biselli 10/1, Stanciu 8/1, Heck, Multer, Zimmerer

Siebenmeter: SCV: 8/4 Bad Saulgau: 3/3
Zeitstrafen: SCV: 5 Bad Saulgau: 11 (1 x rot)

Das nächste Spiel: Sonntag 23.10.2011 um 17.00 bei der HSG Schönbuch


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RE: SC Vöhringen - TSV Bad Saulgau

#5 von guru , 17.10.2011 11:19

Quelle: Illertisser Zeitung

Keinen Sieger gab es beim ersten Derby der Handball-Württembergliga zwischen dem SC Vöhringen und dem TSV Bad Saulgau: Nach 60 Minuten leuchtete ein 30:30-Unentschieden (11:12) von der Anzeigetafel der vollbesetzten Karl-Eychmüller-Sportparkhalle. So richtig freuen wollte und konnte sich niemand nach dem Ertönen der Schlusssirene: Schließlich mussten die Vöhringer den ersten Heimpunkt in der laufenden Saison abgeben und die Gäste hatten sich nach zeitweiser Vier-Tore-Führung - 22:26 und sogar noch 26:29 in der Schlussphase - schon auf die ersten Auswärtszähler nach ihrem Trainerwechsel zu früh gefreut. Die Tribünengäste wurden zwar noch mit einer Aufholjagd der Rot-Weißen und schönen Einzelleistungen einigermaßen entschädigt, aber die zuvor leichtfertig vergebenen Großchancen (allein vier Strafwürfe wurden vergeben) strapazierten die Nerven der SCV-Anhänger doch erheblich.

"Wir müssen in der Anfangsphase mit fünf Treffern wegziehen, dann ist das Ding gelaufen. Da stand unsere Abwehr sicher, wir hatten genug Torchancen vorzeitig alles klar zu machen. In der zweiten Halbzeit wackelte unsere Abwehr samt Torhüter. Mit zunehmender Spielzeit wurde der Druck immer größer und alles wir uns vorgenommen hatten war auf dem Spielfeld vergessen", ärgerte sich Vöhringens Trainer Lutz Freybott über den dennoch glücklichen Punktgewinn.

Nach einem mageren 2:2 nach zwölf Spielminuten geläng dem mit insgesamt neun Toren noch erfolgreichsten Vöhringer Werfer Sven Schröder beim 3:2 die letzte Führung der Heimmannschaft. Beim 4:5 (17.) übernahm Saulgau das Kommando und geriet fortan nicht mehr in Rückstand. Der 11:12-Pausenstand war allerdings auch ein großer Verdienst des Gästekeepers David Bakos, der gegenüber den SCV-Werfern keinerlei Respekt zeigte.

Die Chance zum Ausgleich vergaben die Illertaler wenige Minuten nach Wiederbeginn beim 12:13 mit einem weiteren vergebenen Strafwurf. Dafür nutzte der Tabellenvorletzte nun die angebotene Chance und legte beim 14:18 erstmals eine Vier-Tore-Führung vor. Wenigstens die kämpferische Einstellung stimmte bei den Hausherren, durch Kevin Jähn (17:18), Alex Henze (18:19) und den unermüdlichen Antreiber Sven Schröder (19:20) gelang zwischenzeitlich immer wieder der Anschlusstreffer.

Beim 25:28 (54. min.) und erst Recht beim 26:29 kurz darauf schien die erste SCV-Heimniederlage schon besiegelt, doch die in Unterzahl spielenden Gäste konnten auch die 28:30-Führung nicht verteidigen, nach dem 30:30-Ausgleichstreffer durch Sandro Jooß mussten die Saulgauer noch froh sein, dass Alex Henze den letzten Wurf knapp übers Tor setzte.

SC Vöhringen: Neckermann/Pitschen; Schröder (9/1), Henze (6), Jähn (4/1), Jooß (3/2), Bucher (2), Scholz (2), Stanciu (1), Prinz (1), Schramm (1), Ostheimer (1), Stein, Sailer.

Beste Werfer TSV Bad Saulgau: Biselli (10/2), Stanciu (8/1), Hermann (5/1).

Zeitstrafen: SCV 5 x Zweiminuten, TSV 11 x.

Siebenmeter: SCV 8 (vier verwandelt), Saulgau 3/alle verw.


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