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TV Steinheim-HSG Oberkochen/Königsbronn

#1 von albrandfichte , 24.02.2012 09:50

Quelle: Südwestpresse/Heidenheimer-Zeitung

Handball-Landesliga: HSG vor Spitzenspiel beim TV Steinheim


Spiel auf Augenhöhe: Der Tabellenzweite TV Steinheim (weiße Trikots) empfängt morgen Abend Spitzenreiter HSG Oberkochen/Königsbronn.

Als Tabellenerster ist die HSG Oberkochen/Königsbronn Samstagabend (20 Uhr) beim TV Steinheim in der Wentalhalle zu Gast. Vor dem Spitzenspiel findet HSG-Trainer Gerhard Fetzer mahnende Worte. Ebenfalls am Samstag tragen die TSG Schnaitheim und der TV Brenz ihre Heimspiele aus.

Sind die Meister-Shirts schon gedruckt? – Gerhard Fetzer verneint diese Frage vehement. Bei Aussagen zum Ausgang des Titelkampfes in der Handball-Landesliga ist der HSG-Trainer sehr zurückhaltend, aufgrund der Erfahrung, die Fetzer gemacht hat. „Vor zwei Jahren war es eine ähnliche Situation“, erinnert er sich. „Da waren wir, wie man so schön sagt, auch Fast-Meister, und am Ende der Saison sind wir doch tatsächlich noch auf den dritten Platz abgerutscht.“

Daher sieht Fetzer das Derby gegen Steinheim als ein „normales“ Spiel an. „Ich beschäftige mich nicht damit, dass es eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft sein kann“, gibt Fetzer einen kleinen Einblick in seine Gedanken. Zugleich weist der HSG-Coach darauf hin, dass solche Begegnungen zu einem großen Teil „Kopfsache“ seien. „In diesem Bereich hatten wir besonders gegen Mannschaften, die unten stehen, Probleme.“

Verliert die HSG das Spitzenspiel, wird's aber noch einmal richtig spannend. „Dann sehe ich Feldkirch im Vorteil“, erklärt Gerhard Fetzer. „Sie haben das einfachste Restprogramm und empfangen Steinheim zu Hause. Wir dagegen müssen noch gegen die wiedererstarkte SG Kuchen/Gingen und am letzten Spieltag nach Gerhausen, die in Steinheim einen Punkt geholt haben“, gibt Fetzer einen Ausblick.

„Gewinnt am Samstag die HSG, ist sie durch“, legt sich Fetzers Trainerkollege Dietmar Kässer fest. Doch auch falls die Gäste straucheln sollten, sieht Steinheims Trainer die HSG weiterhin als Favoriten im Kampf um die Meisterschaft. „Wir haben ein sehr schwieriges Restprogramm. Daher spekulieren wir eher auf Platz zwei“, so Kässer. Denn der Zweite kommt in die Relegation und könnte auch aufsteigen. „Das wäre mir am liebsten. Dann würden die Derbys in der Württembergliga noch mehr Zuschauer anlocken“, erklärt der TV-Coach weiter.

Auch morgen hofft Kässer „auf eine volles Haus“, denn die Vorfreude auf das Derby sei hoch. „Vor der Saison konnte man laut den Trainerumfragen ja auch nicht unbedingt damit rechnen, dass es ein Spitzenspiel wird“, sagt Kässer.

 
albrandfichte
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RE: TV Steinheim-HSG Oberkochen/Königsbronn

#2 von albrandfichte , 24.02.2012 09:59

Quelle: Südwestpresse/Heidenheimer-Zeitung

Vorzeitige Entscheidung im Titelkampf?


Auge in Auge: Klaus Nissle (links) und Tobias Schramek freuen sich aufs Spitzenspiel am Samstag.

Die Kapitäne Klaus Nissle (TV Steinheim) und Tobias Schramek (HSG Oberkochen/Königsbronn) fiebern dem Handball-Derby am kommenden Samstag (20 Uhr, Wentalhalle) entgegen.
Wie ist derzeit die Stimmung in den beiden Vereinen und im Umfeld? Grassiert schon das Derby-Fieber?

Tobias Schramek: Wir haben letzte Woche nicht wie gewohnt trainieren können, deshalb kann ich dazu noch gar nicht viel sagen. Aber natürlich wird schon seit zwei, drei Wochen über dieses Spiel geredet. Es ist ja diesmal nicht nur ein Derby, die Tabellensituation sorgt darüber hinaus für das besondere Fieber.
Klaus Nissle: Wir freuen uns auf dieses Spiel, vor allem auch, weil es bei uns stattfindet. Das wird mit Sicherheit ein Leckerbissen.

Wird am Samstag die Meisterschaft entschieden?

Klaus Nissle: Ich denke ja. Wenn Königsbronn gewinnt, dann haben sie den Titel wohl in der Tasche. Das lassen sie sich dann nicht mehr nehmen, denn die HSG gewann ihre Spiele meist souverän. Wenn aber wir erfolgreich sind, dann wird das Titelrennen nochmals richtig spannend.
Tobias Schramek: Ich kann mich Klaus nur anschließen. Ich denke, die Meisterschaft wird zu 90 Prozent entschieden sein, wenn wir das Spiel gewinnen. Wenn Steinheim gewinnt, sind wir wieder punktgleich. Dann muss man vielleicht sogar den Tabellendritten Feldkirch wieder mit einbeziehen.

Was wird für den Spielausgang am Samstag entscheidend sein? Wird die Partie angesichts des öffentlichen Interesses vor allem auch vom Kopf her entschieden?

Tobias Schramek: Mit Sicherheit. Die Mannschaften kennen sich sehr gut, da kann man nicht mehr mit irgendeinem Überraschungseffekt kommen. Es ist ein enges Spiel zu erwarten. Da entscheidet die oft zitierte Tagesform, vielleicht ein bisschen auch das Glück und dann natürlich die Frage, ob man in einer solchen Drucksituation die Nerven bewahren kann.
Klaus Nissle: Wir freuen uns immer, wenn viele Zuschauer kommen, obwohl das natürlich auch den Druck verstärkt. Ich denke, die Coolness und die Cleverness werden entscheiden. Spielerisch sind beide Teams auf ähnlichem Niveau, da werden Kleinigkeiten den Ausschlag geben.

Vollenden Sie doch mal den Satz: Unsere Mannschaft gewinnt das Spitzenspiel, weil . . .

Klaus Nissle: . . . wir zu Hause bis jetzt nur ein Spiel verloren und eins unentschieden gespielt haben und weil wir vor eigener Kulisse viel ruhiger und besser auftreten als auswärts.
Tobias Schramek: . . . wir einerseits unsere Erfolgsserie mit ins Jahr 2012 nehmen konnten, und weil wir andererseits doch ein kleines bisschen weniger Druck haben als Steinheim.

Wie beurteilen Sie die Stärken der gegnerischen Mannschaft? Klaus Nissle, was schätzen Sie an der HSG?

Klaus Nissle: Zu ihren besonderen Stärken gehört, dass sie wenig Fehler machen und vor allem sehr konsequent spielen. Mit Tobi Schramek in der Mitte und mit Huep und Schütz stehen körperlich große Spieler hinten drin. Dazu kommen zwei für diese Liga überdurchschnittliche Torhüter mit Neukamm und Macher. Aus der starken Abwehr heraus kommen sie zu vielen Tempogegenstößen, die häufig erfolgreich abgeschlossen werden.

Was sind die Stärken der Steinheimer Handballer?

Tobias Schramek: In erster Linie sehe ich da eine relativ starke Abwehr, daraus resultiert häufig das schnelle Spiel nach vorne. Es gibt ein paar Schlüsselspieler, die schon relativ lang zusammenspielen und eine erfolgreiche Achse bilden, zu sehen zum Beispiel am Zusammenspiel zwischen Klaus Nissle und dem Kreisläufer oder mit seinem Bruder, der ja auch schon lange dabei ist.

Wagen wir mal eine Prognose: Wo stehen die beiden Mannschaften zum Saisonende?

Tobias Schramek: Ich hoffe mal auf den Plätzen eins und zwei. Wenn wir Meister werden, darf Steinheim gerne Zweiter werden. Das gönne ich Steinheim auf alle Fälle mehr als den anderen Mannschaften, die vielleicht auch noch eine Chance haben.
Klaus Nissle: Wenn Königsbronn am Samstag gewinnt, sehe ich Königsbronn auch zum Saisonende auf dem ersten Platz. Wir selbst haben noch drei schwere Spiele: Königsbronn, dann noch in Feldkirch und Bartenbach. Wenn wir am Samstag gewinnen, werden wir am Ende unter den ersten beiden Mannschaften sein. Auch uns würde es gefallen, wenn wir zusammen mit der HSG aufsteigen würden.

 
albrandfichte
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RE: TV Steinheim-HSG Oberkochen/Königsbronn

#3 von albrandfichte , 27.02.2012 09:10

Quelle:Südwestpresse/Heidenheimer-Zeitung

Steinheimer Handballer gewinnen mitreißendes Derby



Die Steinheimer Wentalhalle war am Samstag bis auf den letzten Platz gefüllt und keiner der Besucher bereute sein Kommen, denn Gastgeber TV und die HSG Oberkochen/Königsbronn boten ein Handball-Derby und Spitzenspiel mit allem drum und dran. Am Ende gaben der größere Siegeswillen der Steinheimer und die Leistung von Torhüter Timo Schneider den Ausschlag zum 27:23-Sieg des TV.

Nach den letzten Ergebnissen ging Tabellenführer HSG leicht favorisiert ins Spiel, zumal dem Tabellenzweiten Steinheim durch die Verletzung von Dennis Wurelly (Nasenbeinbruch) die wichtigste Waffe im Rückraum fehlte. Dafür bot der TV überraschend wieder Torhüter Timo Schneider auf, der nach seiner Augenverletzung (siehe nebenstehender Artikel) ein glänzendes Comeback feierte.

Zunächst stand aber Steffen Maier zwischen den Pfosten, der von der Rückkehr seines Kollegen beflügelt schien und gleich mit hervorragenden Paraden aufwartete. Der TV nützte dies zu einer 4:2-Führung nach neun Minuten. Die HSG hatte mit der offensiven Abwehr der Hausherren große Probleme, auf der anderen Seite taten sich aber auch die Steinheimer gegen den 5/1-Verbund sehr schwer, erzielten ihre Treffer eher durch Tempogegenstöße, bei denen sich vor allem Andreas Kieser und Klaus Nißle hervor taten.

Nach und nach kam die Spielgemeinschaft aber auf Touren, vor allem Oliver Huep war kaum zu halten. Beim 5:5 nach zwölf Minuten gelang den Gästen der Ausgleich und beim 8:9 in der 23. Minute die erste Führung. Die Schlussphase der ersten Halbzeit war von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt, schließlich nahm die HSG einen ganz knappen Vorsprung mit in die Pause (10:11).

Nach dem Seitenwechsel schien sich zunächst das Spiel der körperlich überlegenen HSG, die über deutlich mehr Möglichkeiten im Angriff verfügte, durchzusetzen. Bis zum 14:16 durch Hannes Exner behaupteten die Gäste eine Zwei-Tore-Führung, verpassten es aber durch einfache Fehler und schlechte Chancenverwertung, sich deutlicher abzusetzen.

Bei den unverdrossen kämpfenden Steinheimern lief wieder einmal Thomas Nißle zu großer Form auf, sorgte mit einem Doppelschlag in der 40. Minute für den Ausgleich. Dann wurde auch der eingewechselte Schneider immer stärker, die HSGler schafften es zehn Minuten lang nicht mehr, den TV-Torhüter zu überwinden. Im Angriff gelangen dem Steinheimer Geburtstagskind Maximilian Rau schöne Tore von Rechtsaußen, Daniel Mack per Gegenstoß und Thomas Nißle legten nach und plötzlich führte der TV mit 20:17.

Das war aber noch nicht die Entscheidung, denn die bis dahin recht souveränen Schiedsrichter übertrieben es nun etwas mit den Zeitstrafen gegen Steinheim. Dazu mussten die Gastgeber das Ausscheiden von Daniel Mack verkraften, der sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zuzog. Dies brachte Trainer Dietmar Kässer auf die Palme, der sich eine weitere Zwei-Minuten-Strafe einhandelte und seinem Team einen Bärendienst erwies. So standen in der 50. Minute nur noch drei Steinheimer Feldspieler auf dem Parkett. Lukas Konkel gelang zwar sensationell ein weiterer Treffer, danach nützte die HSG aber ihre zahlenmäßige Überlegenheit und beim 21:20 nach knapp 52 Minuten war wieder alles offen.

Doch die Steinheimer ließen sich nicht mehr stoppen: Schneider parierte seinen zweiten Siebenmeter und verhinderte damit den Ausgleich, Stefan Müller erhöhte mit einem überraschend direkt ausgeführten Freiwurf auf 22:20. Der routinierte Steinheimer Kreisläufer war in dieser Phase ganz wichtig, traf kurz darauf auch zum 23:21. Tobias Schramek brachte die HSG nochmals auf ein Tor heran, aber nach einem weiteren Treffer von Thomas Nißle fing im nächsten Angriff sein Bruder Klaus einen Ball ab und verwandelte den Gegenstoß zum 25:22 – damit war das Kreisderby entschieden.

Am Ende des sehr emotional, aber sportlich fair geführten Spiels konnten beide Teams zufrieden sein. Steinheim wahrte mit dem Sieg die Chancen auf einen der beiden Spitzenplätze, die im Hinspiel mit 23:18 triumphierende HSG entschied den direkten Vergleich für sich und bleibt an der Tabellenspitze.

Info Weitere Fotos vom Derby im Internet unter www.hz-online.de

Steinheim – HSG 27:23 (10:11) Steinheim: Schneider, Maier; Wittlinger, Mack (2 Tore), Gaschler, Konkel (3), Klaus Nißle (6), Zeiher, Thomas Nißle (7), Müller (3), Rau (3), Kieser (3) HSG: Alexander Macher, Neukamm; Rieger (1 Tor), Claudius Macher, Schramek (3/davon 1 Siebenmeter), Hoga (/2), Exner (2), Schütz, Schmidt (2), Pitschen (2), Huep (9), Fähnle, Häring (2) Siebenmeter: Steinheim 0 – HSG 6/3 verwandelt Zeitstrafen: Steinheim 8 (2×Thomas Nißle, Wittlinger, Klaus Nißle, Müller, Rau, Kieser, Kässer) – HSG 5 (2×Schramek, Exner, Huep, Fähnle) Schiedsrichter: Haenke/Schön (Schwieberdingen/Bietigheim) Zuschauer: 800

 
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