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TSV Zizishausen - TG Nürtingen

#1 von albrandfichte , 16.02.2012 10:01

Quelle: www.tsv-zizis.de

Interessanter Höhepunkt wird dann das Derby in der Württembergliga, wo die TG am vergangenen Wochenende die rote Laterne abgeben hat. Nach dem zweiten Saisonerfolg gegen die HSG Ostfildern ist der Weg zwar noch weit, aber die Nürtinger Hoffnung auf den Klassenerhalt hat neuen Auftrieb erhalten. Die Zizishäuser mußten dagegen beim 31:36 in Laupheim einen herben Rückschlag verkraften und werden alle Kräfte auf das Derby gegen die TG bündeln. Da gilt es dann über 60 Minuten voll konzentriert dabei zu sein, um den 34:28-Erfolg aus dem Hinspiel zu bestätigen.


 
albrandfichte
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zuletzt bearbeitet 17.02.2012 | Top

RE: TSV Zizishausen - TG Nürtingen

#2 von Wielandstädter XL , 17.02.2012 08:15

Quelle: www.tgnhandball.de

aus der Nürtinger Zeitung vom 17.2.2012

Oprea skeptisch? Strobl mit TG im Aufwind

Am Sonntag empfängt der TSV Zizishausen die abstiegsbedrohten Nürtinger zum Lokalkampf

Die Tabelle spricht eine klare Sprache, sagt Nürtingens Interimscoach Dieter Strobl und gibt die Favoritenrolle im Derby an den TSV Zizishausen ab. Dessen Trainer Vasile Oprea sieht das ganz anders, nennt eigene Personalprobleme und meint: „Man sollte nicht auf die Tabelle schauen, sondern auf die Realität.“ Fest steht in jedem Fall: Am Sonntag um 17 Uhr steigt das Derby in der Eisenlohr-Halle.

von Alexander Thomys

Beide Trainer wollen das Derby gewinnen. Und trotzdem stapeln beide vor dem brisanten Nachbarschaftsduell auffällig tief. „Zizishausen hat natürlich einen ganz anderen Tabellenplatz als wir. Da ist klar, dass Zizishausen der Favorit ist“, sagt Nürtingens Interimstrainer Dieter Strobl. Die TGN liegt bekanntlich an vorletzter Stelle, mit sieben Punkten Rückstand zum rettenden Ufer. Zizishausens Coach Vasile Oprea hält dagegen: „In einem Derby ist alles möglich. Vom Personal her ist Nürtingen stark besetzt.“

Tatsächlich scheinen die Karten vor dem Derby neu gemischt zu sein. „Wir haben deutlichen Aufwind“, stellt Strobl fest. Spätestens seit der knappen 25:26-Niederlage in Wernau sei der Abstieg praktisch besiegelt, meint Strobl, der sich damit den Aufwärtstrend der Nürtinger, die zuletzt befreit aufspielend die HSG Ostfildern mit 32:29 bezwangen und dabei den zweiten Saisonsieg feierten, teilweise erklärt. „Die Spieler tun sich jetzt leichter, niemand erwartet noch etwas von uns“, sagt der Diplomphysiker, der bei seinem Amtsantritt als Ziel vorgab, „den Spielern den Spaß am Handballspielen“ wieder zu vermitteln.

War die Niederlagenserie also eine reine Kopfsache? Ganz zustimmen will der neue TG-Trainer dieser These nicht. „Vieles“ hänge damit zusammen, aber „von außen ist das schwer einzuschätzen“, sagt der Nürtinger Jugendleiter, der zugleich aber klarstellt, dass das Team kein Fitnessproblem habe. „Die Mannschaft ist gut trainiert und fit“, schildert Strobl seinen Eindruck. Der Trainerwechsel habe aber für einen „Motivationsschub“ gesorgt. So oder so überwog im Training zuletzt die Vorfreude auf das Nachbarschaftsduell mit Zizishausen. „Das Derby ist immer etwas Besonderes“, erklärt der 48-Jährige, der gerne die Revanche für die 28:34-Pleite der TG aus dem Hinrundenspiel feiern würde. Damals kamen rund 800 Zuschauer in die Eisenlohr-Halle, in der beide Teams ihre Heimspiele in der Württembergliga austragen. „Wir sind am Wochenende vollzählig und guter Dinge“, formuliert Strobl.

Sextett droht dem Oprea-Team gegen Nürtingen auszufallen

Von einer solchen „Vollzähligkeit“ kann sein Zizishäuser Gegenüber zur Zeit nur träumen. „Wir haben gerade arge Personalprobleme“, sagt der TSV-Trainer. Zu den drei Langzeit-Fehlenden Maximilian Baum (Studienaufenthalt in den USA), Maik Zimmermann (Schlüsselbeinbruch) und Tom Kussmann (Schulter-OP) gesellten sich zuletzt drei weitere Akteure: Martin Steinhauser verletzte sich beim 34:24-Sieg vor zwölf Tagen gegen die SG Ober-/Unterhausen am Ellenbogen, Niklas Minsch zog sich bei der jüngsten 31:36-Pleite in Laupheim eine schwere Prellung am Handgelenk an seinem Wurfarm (links) zu. Der 23-Jährige konnte vor Schmerzen nicht schlafen, musste sogar eine Klausur absagen. Sein Einsatz im Derby ist mehr als fraglich. Das gilt auch für Mark Reinl, der sich mit einem Magen-Darm-Virus plagt. „Er hat in Laupheim nur mit 30 Prozent seines Leistungsvermögens gespielt“, blickt Oprea zurück. Der Zizishäuser Coach will den Rückraumspieler nun vollständig genesen lassen: „Er könnte ja auch die anderen anstecken.“

Die lange Ausfallliste forderte zuletzt ihren Tribut. Beim HV RW Laupheim führten die „Schnaken“ nach 50 Minuten vermeintlich sicher mit 30:26 und verloren am Ende doch klar. „Da hat die Kraft gefehlt. Und wenn die fehlt, fehlt es dann eben auch im Kopf. Da war bei uns total die Puste aus“, so der TSV-Trainer. Für das Derby wagt er daher keine Prognose: „Mal sehen, mit welcher Formation wir überhaupt spielen können.“

Den verdienten Derbysieg im Hinspiel sieht Oprea jedenfalls nicht als Gradmesser an. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Damals waren wir ja in Bestbesetzung und außerdem hat jedes Spiel seine eigenen Gesetze“, meint er und sieht die Chancen seiner Mannschaft auf einen erneuten Erfolg „bei 50 zu 50“.

Den Klassenerhalt haben beide im Blick – aus zwei Perspektiven
Vom Klassenerhalt sprechen vor dem Lokalderby übrigens beide Trainer – wenn auch unter anderen Vorzeichen: Oprea will mit dem Derbysieg den Ligaverbleib des Aufsteigers endgültig unter Dach und Fach bringen. „Wenn wir die zwei Punkte holen, sind wir gerettet.“

Gelassener sieht Strobl das Ganze. „Der Klassenerhalt ist für uns im Moment wirklich sekundär. Da macht es keinen Sinn, zwanghaft darauf hinzuarbeiten. Wenn überhaupt, dann geht das nur über die Freude am Spiel.“


Zwei kleine Worte lassen alle LOCOS nachts nicht schlafen: SCV auswärts!

 
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RE: TSV Zizishausen - TG Nürtingen

#3 von albrandfichte , 20.02.2012 09:03

Quelle: www.tsv-zizis.de

TSV Zizishausen - TG Nürtingen 34:32 (16:18)

Der TSV Zizishausen gewinnt auch das zweite Derby gegen die TG Nürtingen. Doch die TG ist diesmal auf Augenhöhe, und der TSV hat erst in den Schlußminuten das bessere und glücklichere Ende für sich.

Nürtingen hat den besseren Start, profitiert von Zizishäusern Abschlußschwächen beim Gegenstoß und setzt sich auf 3:6 ab. Diesem Rückstand laufen die Schnaken ständig hinterher und schaffen erstmals beim 12:12 wieder den Ausgleich. Kurz vor der Pause haben die Gastgeber dann die Chance in Führung zu gehen, scheitern aber am TG-Keeper Johannes Schmied und liegen zur Pause mit 16:18 zurück.

In der zweiten Hälfte gelingt den Zizishäusern beim 20:19 durch Julian Baum erstmals die Führung, aber die TG kontert mit drei Treffern zum 20:22. Beim 23:22 durch Georgios Chatzigietim liegen erneut die Schnaken vorn, die Führung wechselt nun hin und her. Nürtingen liegt beim 25:27 wieder mit zwei Treffern vorn, Mark Reinl schafft den Ausgleich zum 27:27. Baum bringt den TSV wieder mit 30:29 (57.) in Front, Simon Müller erhöht auf 31:29 (58.). Trotz Unterzahl nach einer Zeitstafe für Reinl retten die Gastgeber ihren Vorsprung ins Ziel, weil Patrick Renner-Slis und Chatzigietim ihre Chancen nutzen.

Ein abwechslungsreiches Lokalderby, daß für viel Spannung in der vollen Eisenlohr-Halle gesorgt hat, fand im TSV Zizishausen einen letztendlich glücklichen Sieger.

 
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RE: TSV Zizishausen - TG Nürtingen

#4 von albrandfichte , 20.02.2012 14:03

Spielbericht TSV Zizishausen - TG Nürtingen

aus der Nürtinger Zeitung vom 20.02.2012
Georgios Chatzigietim entscheidet das Derby
Handball-Württembergliga Süd: Der TG Nürtingen fehlt am Ende die nötige Ruhe und Sicherheit, um gegen Zizishausen zu bestehen

Das Lokalderby hatte es in sich. In der rappelvollen Eisenlohr-Halle spielte die stark abstiegsbedrohte TG Nürtingen groß auf und führte lange Zeit gegen das Zizishäuser Team. Am Ende verloren die Nürtinger aber die Nerven – Zizishausen holte sich im Schlussspurt den zweiten Derbysieg in dieser Spielzeit. Die „Schnaken“ verbuchten einen hart umkämpften 34:32 (16:18)-Erfolg.

VON ALEXANDER THOMYS

Als die Spielzeit abgelaufen war, musste Zizishausens Trainer Vasile Oprea erst einmal tief durchatmen. Das hart umkämpfte Lokalderby gegen die TG Nürtingen hatte seine Mannschaft schließlich erst in der letzten Minute für sich entschieden, als Georgios Chatzigietim nervenstark mit zwei Treffern den Sack zumachte. „Entscheidend war am Ende die Erfahrung und Souveränität von Chatzigietim und Mark Reinl“, war dann auch das Urteil von Coach Oprea, der zusammenfassend das Derby mit einem „das hätte auch anders ausgehen können“ richtig auf den Punkt brachte. Nürtingens Interimstrainer Dieter Strobl fasste es so zusammen: „Die individuellen Fähigkeiten haben am Ende dafür gesorgt, dass Zizishausen vorne war.“

Dabei hatten die Nürtinger lange Zeit stark aufgespielt. Nach elf Minuten lagen die TGler mit 6:3 in Front. Später führten die Gäste mit 10:7 (17.). Es sollten allerdings die einzigen Drei-Tore-Führungen des Spiels bleiben. Und so lebte das auf eher durchschnittlichem Niveau verlaufende Derby vor allem von der Spannung der knappen Spielstände. Und von den Emotionen. Vor allem das sehr beherzte Abwehrverhalten beider Teams brachte die Stimmung in der Eisenlohr-Halle immer wieder an den Siedepunkt – wobei beide Mannschaften sich insgesamt einen fairen Lokalkampf lieferten.

Johannes Schmied mit reaktionsschnellen Paraden

Die Nürtinger dominierten das Geschehen vor allem im ersten Durchgang, wobei Keeper Johannes Schmied großen Anteil daran hatte, dass das Strobl-Team andauernd die knappe Führung verteidigen konnte. So wehrte Schmied in der Anfangsphase reaktionsschnell Würfe von Patrick Renner (8., 13.) und Max Geißler (9.) ab, die jeweils frei vor seinen Kasten kamen. „Wir haben im ersten Durchgang insgesamt fünf Gegenstöße leichtfertig vergeben“, ärgerte sich TSV-Trainer Oprea über diese ausgelassenen Chancen.

Diese Szenen zeigten aber auch die Schwäche der Nürtinger, die am Ende mitentscheidend sein sollte: Gegen die Nürtinger Abwehr kamen die Zizishäuser immer wieder völlig frei zum Wurf, vor allem den achtfachen Torschützen Julian Baum und Chatzigietim mit seinen sieben Treffern bekamen die Nürtinger nicht in den Griff. „Wir haben heute eine etwas andere Defensivstrategie gewählt. Und da mussten wir immer wieder Löcher aufmachen, um andere zu stopfen“, erklärte TGN-Trainer Strobl.

Dank Schmieds Paraden und einer guten Abschlussquote lagen die Gäste im ersten Durchgang dennoch lange Zeit vorne, erst beim 12:12 (22.) waren die Zizishäuser wieder dran. Kurz vor der Pause sorgten Marco Melo und Konstantin Glöckler mit einem Doppelschlag für die 18:16-Pausenführung des Tabellenvorletzten.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es hin und her: Beim 20:19 (37.) brachte Baum die Zizishäuser erstmals in Führung, postwendend drehten die Nürtinger aber durch Tore von Benedikt Rapp und Glöckler den Spielstand zum 21:20 für Nürtingen. Zuvor hatte der ebenfalls starke Torhüter Maik Reinhardt, der Schmied nach dessen Zeitstrafe ersetzte, zwei Zizishäuser Angriffe abgewehrt. Insgesamt kam Reinhardt auf acht Paraden, auch einen Siebenmeter von Zeljo Klaric wehrte der Keeper direkt nach dem Seitenwechsel ab. Als Glöckler im Anschluss erneut traf, hatte die Turngemeinde zwanzig Minuten vor Spielende beim 22:20 eine gute Ausgangslage.

Fehler bei beiden Teams gestalteten die Partie aber weiter offen: Zizishausen führte 23:22 (43.), Nürtingen mit 26:25 (48.), ehe Marius Ewald zum 27:25 traf (50.). Noch beim 29:29 fünf Minuten vor Spielende war alles offen.

Opreas Auszeit kommt zum richtigen Zeitpunkt

Zizishausens Coach Oprea nahm dann eine Auszeit – und fand wohl die richtigen Worte. Baum und Simon Müller brachten den TSV mit 31:29 in Front. Die Nürtinger vergaben in dieser Phase zu viele Chancen, leisteten sich einfache Abspielfehler im Spielaufbau. Anschließend schien die Partie aber kurz wieder zu kippen: Zizishausens Reinl bekam eine Zeitstrafe, Mario Mangold erzielte den Anschlusstreffer zum 30:31. Weniger als zwei Minuten waren da noch zu spielen. Und auch wenn die Nürtinger nie aufsteckten, ließ sich die Zizishäuser Mannschaft um Coach Oprea den Sieg nicht mehr nehmen. Die TSVler nutzten ihre Chancen konsequent, die Nürtinger konnten den knappen Rückstand nicht mehr aufholen.

TG-Trainer Strobl war dann auch enttäuscht, dass sein Team vor allem in den letzten zwanzig Minuten zu viele Chancen ausgelassen hatte. „Wir haben im Angriff nicht mehr so konsequent gespielt, da hätten wir ruhiger agieren müssen“, sagte Strobl, der aber auch lobende Worte für die Gastgeber aus der Nachbarschaft fand: „Die Zizishäuser haben das im Angriff aber auch gut gelöst.“ Nürtingens Mangold, mit neun Treffern bester Schütze des Derbys, war am Ende frustriert. „Zum Schluss haben Kleinigkeiten das Spiel entschieden“, meinte Mangold, der aber zugleich von einem „Spiel auf Augenhöhe“ sprach. Sein Fazit: „Es hat Spaß gemacht.“

Zizishausens Oprea freute sich über den mit dem Sieg verbundenen Klassenerhalt. „Das ist absolut sensationell, was meine junge Mannschaft leistet. Jetzt können wir ganz in Ruhe weiterarbeiten.“

TSV Zizishausen – TG Nürtingen 34:32

TSV Zizishausen: Fromhold, Goldfuß; Geißler (4), Reinl (6), Chatzigietim (7), Baum (8), Renner-Slis (2), Müller (1), Schorr (2), Wurster (1), Steinhauser, Klaric (3/3).

TG Nürtingen: Reinhardt (27. Schmied); Ewald (2), Melo (1), Rapp (1), Kaplick (5), Arbeiter, Hennig, Promies (3), Glöckler (5), Kazazic (2), Henzer (2), Bürker (2), Mangold (9/5).

Schiedsrichter: Mehl (Rottenburg)/Sanardel (Leinfelden-Echterdingen).

Zuschauer: 800.

Zeitstrafen: Geißler, Reink, Chatzigietim – Schmied, Rapp, Mangold.

Siebenmeter: TSV: 3/4 (Klaric scheitert an Schmied); TGN: 5/6 (Melo scheitert an Fromhold).

 
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TSV Zizishausen - SG Ober-/Unterhausen

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