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TV Steinheim-TSG Schnaitheim

#1 von albrandfichte , 21.01.2012 10:54

Quelle: Heidenheimer-Zeitung

In der Steinheimer Wentalhalle sind am Samstag (20 Uhr) die Gastgeber gegen Aufsteiger Schnaitheim eindeutig Favorit. Doch TV-Trainer Dietmar Kässer will sich auch vom Hinspielerfolg in Schnaitheim nicht blenden lassen: „In einem Derby kann grundsätzlich alles passieren. Im Hinspiel haben wir gewonnen, weil es uns in der zweiten Halbzeit gelungen ist, einen Einbruch des Gegners auszunutzen.“

Während die Schnaitheimer vorige Woche gegen Weingarten einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt feierten, war Steinheim spielfrei und musste im Wechselspiel um die Tabellenführung wieder der HSG Oberkochen/Königsbronn den Vortritt lassen. Die Pause hat Trainer Kässer nicht so gut ins Konzept gepasst („Wir wären lieber im Rhythmus geblieben“), doch mit dem vorausgegangenen Sieg gegen Brenz wurde eine gute Basis geschaffen, auch im neuen Jahr ganz vorne dabeizubleiben.

Die Worte „Meisterschaft“ oder „Aufstieg“ nimmt Kässer zwar noch nicht in den Mund, aber wenn das Derby sowie die bevorstehenden Hürden Gerhausen und Kuchen/Gingen erfolgreich absolviert werden, kann der TV das Etikett „Titelkandidat“ wohl nicht mehr abschütteln. „Wir haben neben vier Auswärtsspielen noch fünf Heimpartien. Wenn wir die alle gewinnen, sind wir vorne dabei“, rechnet Kässer vor, der gegen Schnaitheim neben dem langzeitverletzten Torhüter Timo Schneider auf Daniel Mack und Maximilian Rau verzichten muss.

„Teuer erkauft“ hat sich die TSG Schnaitheim aus Sicht von Trainer Thomas Feil ihren jüngsten Sieg gegen Weingarten. Simon Wozny und Steffen Sturm verletzten sich jeweils am Knöchel und werden in Steinheim nicht spielen können. Hinzu kommt Florian Racs, der nach seiner Operation an der Nase weiter fehlen wird.

Angesichts dieser Personalsituation bleibt Feil nichts anderes übrig, als auf die jungen Spieler im Kader zu setzen, die zum Teil aber auf ungewohnten Positionen agieren müssen. „Wir werden wohl in der Abwehr etwas offensiver zu Werke gehen“, kündigt der Trainer notgedrungen eine kleinen Systemänderung an. Die Erwartungen, in Steinheim etwas zu holen, sind aus TSG-Sicht etwas gedämpft.

 
albrandfichte
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RE: TV Steinheim-TSG Schnaitheim

#2 von albrandfichte , 23.01.2012 09:28

Quelle: Heidenheimer-Zeitung

Klare Verhältnisse: Steinheim schlägt Schnaitheim im Handball-Derby 31:21


Nicht aufzuhalten: Dennis Wurelly (beim Wurf) siegte mit dem TV Steinheim gegen die TSG Schnaitheim (rechts Axel Herdener mit der Nummer 13 und Oliver Aeugle/55). Die Steinheimer bleiben Zweiter hinter der HSG Oberkochen/Königsbronn.

Außenseiter TSG Schnaitheim hielt das Spiel beim Tabellenzweiten TV Steinheim nur in der ersten Halbzeit offen. Mit einem Zwischenspurt Mitte der zweiten Halbzeit mit acht Toren in Folge sorgten die Gastgeber schließlich für klare Verhältnisse.

Schnaitheims Trainer Thomas Feil überraschte den TV Steinheim zu Beginn mit einer taktischen Variante, denn mit einer engen Deckung ihrer Rückraumspieler Klaus Nißle sowie Dennis Wurelly kamen die Gastgeber zunächst überhaupt nicht klar. So ergaben sich mehrere Ballverluste der Steinheimer, die von der TSG immer wieder zu Gegenstößen genutzt wurden.

Da zu Beginn mit Tobias Fischer auch ein sicherer Siebenmeterschütze auf Seiten der Gäste auftrat, war die Partie bis zum 4:4-Zwischenstand nach knapp zehn Minuten völlig offen.

Danach jedoch stellten sich die Hausherren immer besser auf die Angriffe der Schnaitheimer ein und kamen auch ihrerseits zu Tempogegenstößen, die meist vom schnellen Andreas Kieser kompromisslos genutzt wurden. Nach dem 9:5 durch Thomas Nißle reagierte Schnaitheims Coach und brachte mit Thilo Hotz einen neuen Torwart, der sich auch gleich gut einführte und mit tollen Paraden gegen Stefan Müller sowie David Wittlinger die Gastgeber nicht noch weiter davonziehen ließ.

Trotzdem schienen die Steinheimer die Partie bis zum 11:7 zehn Minuten vor der Pause im Griff zu haben, doch schlichen sich danach einige Unkonzentriertheiten ein. Die Gäste witterten ihre Chance, und da jetzt auch Axel Herdener sein Potenzial ausschöpfte und gleich dreimal hintereinander aus dem Rückraum traf, stand es auf einmal nur noch 13:12 für die Hausherren. Aber als die Gäste wohl mit den Gedanken schon in der Kabine waren, stellte Klaus Nißle in der letzten Sekunde der ersten Hälfte mit einer Energieleistung den 14:12-Pausenstand her.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts blieb es auch weiterhin eng, die Steinheimer um den weiterhin gut haltenden Hotz hielten weiterhin wacker mit, und nachdem Jochen Ruoff einen erneuten Gegenstoß zum 15:14-Anschlusstreffer abschloss, schien alles offen. Die erste Zeitstrafe für einen Schnaitheimer (Sascha Maier) überhaupt leitete dann die Tempoverschärfung des Aufstiegsanwärters ein.

Der sehr sichere Siebenmeterschütze Klaus Nißle sowie sein Bruder Thomas erhöhten innerhalb kürzester Zeit auf 17:14, und der Tempohandball der Gastgeber zermürbte die TSG Schnaitheim immer mehr. Aufgrund fehlender personeller Alternativen wurden auch die Angriffe der Gäste gegen die aggressive TV-Deckung immer berechnender.

Bis zum 20:17 in der 41. Minute konnte die TSG noch dagegenhalten, doch dann brachen alle Dämme. Während der TV weiter das Tempo hochhielt und nach einigen sehenswerten Kombinationen ein Tor nach dem anderen erzielte, blieben die Gäste über zehn Minuten ohne eigenen Torerfolg, und so war neun Minuten vor dem Ende beim 28:18 die Entscheidung bereits gefallen.

Die Hausherren schalteten nun einen Gang zurück und gestatteten den Gästen ihrerseits drei Treffer in Folge zum 28:21. Die drei letzten Tore des Spiels erzielten jedoch die Steinheimer, denn Thomas Nißle, Wittlinger sowie Steffen Zeiher besorgten mit ihren Treffern den 31:21-Endstand.

Steinheims Trainer Dietmar Käser zeigte sich zufrieden mit seinen Schützlingen und merkte an: „Wir haben uns im ersten Durchgang recht schwer getan, doch wir haben gewusst, dass der Gegner aufgrund seiner personellen Lage irgendwann nachlassen musste.“

Schnaitheims Coach Thomas Feil war nach der Partie ganz gelassen: „Natürlich wussten wir, dass es äußerst schwer werden würde hier zu punkten, doch eine Halbzeit sah unser Spiel doch sehr gut aus. Aufgrund der Personalnot bin ich insgesamt zufrieden und hoffe nun, dass unsere verletzten Spieler bald wieder zurückkommen, denn auch für uns werden die beiden kommenden Spiele gegen Lustenau und Brenz richtungsweisend für den Klassenerhalt sein.“

 
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