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Der TSV Bad Saulgau möchte den Klassenerhalt schaffen

#1 von Supertramp ( Gast ) , 24.12.2011 11:19

Patrick Engler hat seine Verletzung überstanden

Die Vorrunde in der Handball-Württembergliga ist beendet. Der TSV Bad Saulgau belegt auf Grund vieler langzeitverletzter Spieler nur den vorletzten Tabellenplatz und bläst zur Aufholjagd. Die Schwäbische Zeitung stellt in einer kleinen Serie wieder genesene und neue Spieler vor.

Mit Patrick Engler ist einer von fünf langzeitverletzten Leistungsträgern zur Mannschaft zurückgekehrt. Der 22jährige Mittespieler und Kreisläufer brach sich Anfang Oktober beim Training die Speiche, wurde operiert und ist erst seit kurzem wieder einsatzfähig. Beim letzten Spiel gegen Blaustein konnte er schon einige Zeit mitspielen und trug selbst vier Treffer zum Sieg bei. Der Knochen wurde mittels Stahlplatte, die in etwa einem Jahr wieder entfernt werden muss, zusammengeschraubt. Doch das Handballspielen klappt schon wieder ganz gut. „Ich bin froh, fast beschwerdefrei auftreten zu können. Ich bin auch vom Trainer und den Jungs gleich wieder super integriert worden. Das Training unter unserem neuen Coach Günther Hejny ist hart, aber macht gerade deshalb riesigen Spaß. Er engagiert sich sehr stark“, sagt das Bad Saulgauer Eigengewächs. Patrick Engler lässt keinen Zweifel daran, dass sein Team den Klassenerhalt schaffen wird. „Wir packen das und ich möchte sogar einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Wir haben durch die neuen Trainingsmethoden und den Sieg gegen Blaustein wieder unser Selbstvertrauen gefunden, sind disziplinierter und erkennen unser gutes Potenzial“ sagt Engler. Auch in der freien Zeit von Weihnachten bis 2. Januar wird Patrick Engler wie auch seine Teamkollegen nach einem von Coach Hejny gefertigten Plan trainieren und ins Fitnessstudio gehen. In der ersten Januarwoche gibt’s dann mehrer Trainingseinheiten und am 6. Januar ein Turnier in Dettingen/Erms. In der Rückrunde wird Engler wohl vornehmlich als Kreisläufer und in der Abwehr eingesetzt. „Für mich ist das vollkommen okay. Ich habe ja ursprünglich Kreisläufer gelernt und werde mich mit Heiko Herrmann abwechseln, da Frederik Söder und Peter Földi noch längere Zeit an ihren Kreuzbandrissen laborieren“, sagt Engler. Zu eventuellen Neuzugängen möchte sich der Rechtshänder noch nicht abschließend äußern, da die Wechselmodalitäten noch nicht in trockenen Tüchern sind. „Ein neuer Spieler trainiert bei uns zurzeit mit, es wäre klasse, wenn er bleiben könnte, sportlich und auch menschlich – er wäre eine echte Verstärkung, vielleicht kommt ja noch einer“, hofft Engler.

Supertramp

RE: Der TSV Bad Saulgau möchte den Klassenerhalt schaffen

#2 von Supertramp , 03.01.2012 16:15

Daniel Kottan, ein Wiener Vollbluthandballer mit ungarischen Wurzeln

Die Rückrunde der Handball-Württembergliga steht vor der Tür. Der TSV Bad Saulgau belegt auf Grund vieler langzeitverletzter Spieler nur den vorletzten Tabellenplatz und bläst zur Aufholjagd. Erstes Spiel ist am Sonntag, den 8. Januar um 17 Uhr in Wernau. Die Schwäbische Zeitung stellt in einer kleinen Serie wieder genesene und neue Spieler vor.

BAD SAULGAU (tl) - Daniel Kottan und TSV-Spieler Sven Biselli lernten sich vor acht Jahren im Handballsportinternat Magdeburg kennen und ließen den Kontakt nie abreißen. Facebook macht’s möglich und so kam kurz vor Weihnachten die Anfrage aus Bad Saulgau, ob er beim abstiegsgefährdeten TSV einsteigen wolle.
Daniel Kottan wurde 1989 in Wien geboren und zog bereits zwei Jahre später mit seinen Eltern nach Budapest um. Er entstammt einer Sportlerfamilie. Sein Vater spielte früher in verschiedenen Ländern als Erstligafußballer, unter anderem auch in Deutschland bei Bayer Uerdingen. Die Mutter arbeitet heute noch beim ungarischen Fußballverband.
In Budapest wuchs er auf und fing im Alter von acht Jahren in einer Sportschule mit dem Handball spielen an. 2003 wurde er von einem Talentmanager entdeckt und wechselte schließlich ins Magdeburger Sportinternat. In Magdeburg konnte er die Mittlere Reife ablegen und anschließend ein Gymnasium besuchen. „Wir waren schnell befreundet, er ist einfach ein Klasse-Kumpel und auch sportlich ein Vorbild“, sagt Sven Biselli, der ebenfalls das Sportinternat besuchte. „Unser Team wurde deutscher B-Jugend-Meister und zwei Mal deutscher Vize-A-Jugend-Meister“, schwärmt Daniel Kottan heute noch. 2008 trennten sich dann allerdings ihre Wege und Kottan wechselte als 19-Jähriger wieder in sein Geburtsland Österreich zum Erstligisten Grems. Dort gehörte er zwar noch nicht gleich zum Stammteam, hatte jedoch einige Einsätze auf der halblinken Position, in der Mitte und auf Linksaußen. Im letzten Saisonspiel verletzte er sich am Knie, verließ den Verein in Richtung Ligakonkurrent Alpla HC Hard, wo er sich eine Profikarriere erhoffte. Bald stellte sich heraus, dass seine Verletzung doch schwerwiegender war, als zunächst gedacht. Er wurde nach eigener Aussage noch zu allem Unglück versehentlich am Meniskus operiert. Als keine Besserung eintrat, ließ er sich in Ungarn von einem Spezialisten untersuchen. Schließlich wurde ein Bänderriss diagnostiziert und operativ behandelt. Die folgende achtmonatige Zwangspause nutzte Daniel Kottan, sich auf die Schule zu konzentrieren. Er absolvierte Ende des letzten Jahres sein Abitur in Ungarn und fing parallel zu einem Fitness- und Reha-Programm wieder vorsichtig bei einem Drittligisten an, Handball zu trainieren.
„Als dann die Facebook-Nachricht von Sven kam, überlegte ich nicht lange. Ich hatte Lust, wieder nach Deutschland zu kommen und mit meinem Kumpel wie früher Unfug zu machen und natürlich nach meiner Verletzung wieder vernünftig Handball zu spielen“, sagt Kottan.
„Nach dem Probetraining fragte mich der sehr ehrgeizige Coach Günther Hejny, ob ich hier einsteigen möchte, was ich gleich mit Ja beantwortete. Die Mitspieler sind alle sehr nett, ich fühle mich hier gut aufgenommen“, sagt Daniel Kottan. An die ländliche Ruhe Bad Saulgaus muss er sich allerdings noch gewöhnen, da er in Großstädten aufgewachsen ist. Er lebt zurzeit mit seinen Mitspielern Sven Biselli und Christian Zimmerer in einer Wohngemeinschaft und arbeitet schon ab nächster Woche in einer Bad Saulgauer Firma als Betriebselektriker. Eine entsprechende Ausbildung begann er bereits nach dem Abitur in Ungarn.
„Ich könnte mir durchaus vorstellen, hier länger zu bleiben, wenn das Umfeld weiterhin stimmt und möchte auf alle Fälle unserem Team zunächst helfen, den Klassenerhalt sichern“, hofft Kottan. Wenn alles glatt läuft, kann er bereits am 8. Januar gegen Wernau eingesetzt werden.


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Halbzeitinterview beim Handball-Württembergligisten TSV Bad Saulgau

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