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Halbzeitinterview beim Handball-Württembergligisten TSV Bad Saulgau

#1 von Supertramp ( Gast ) , 20.12.2011 07:56

Hejny und Gebele unisono: Wir werden den Klassenerhalt schaffen


Handball Württembergligist TSV Bad Saulgau hatte sich zu Beginn der Saison eigentlich vorgenommen, oben mitzuspielen. Nachdem jedoch mit den beiden Kreisläufern und Abwehrspezialisten Peter Földi, Frederik Söder sowie Kapitän Janos Csele und Patrick Engler und Torhüter Alexander Gebele fünf tragende Säulen sich langwierige Verletzungen zuzogen und der TSV ein Spiel nach dem anderen verlor, handelte der Verein. Nach der Entlassung von Trainer Karl-Heinz Herth verpflichtete der TSV Mitte November den 47-jährigen Günther Hejny. Hejny trug selbst einmal zu Regionalligazeiten das Trikot des TSV. Die schwierige Aufgabe des neuen Trainers ist es nun, die Bad Saulgauer wieder auf die Erfolgsspur zurückzubringen und den Klassenerhalt zu schaffen. SZ-Mitarbeiter Thomas Lehenherr hat sich nach Beendigung der Vorrunde mit ihm und mit dem zweiten Vorsitzenden der Handballabteilung, Ralf Gebele, unterhalten.


SZ: Herr Hejny, wie sind sie mit der sportlichen Entwicklung des TSV seit ihrem Amtsantritt zufrieden?

Günther Hejny: Wir trainieren viel und auch hart, alle Akteure ziehen mit. Ich habe außerdem mit verschiedenen Spielern gute Gespräche geführt. Ich glaube, dass wir in der Rückrunde einen immer besser werdenden TSV sehen. Das Team arbeitet sehr gut.

SZ: Der Kader ist nach den sehr langwierigen Verletzungen von fünf Leistungsträgern viel zu klein. Sie forderten neue Spieler. Ist ihrer Forderung entsprochen worden?

Hejny: Ja. Im Training waren einige neue Spieler da. Trotz der Rückkehr von Patrick Engler, der seinen Armbruch so langsam auskuriert hat, brauchen wir meiner Meinung noch zwei Spieler. Wir haben schon unsere Favoriten.

SZ: Erzählen Sie uns bitte mehr über die Neuzugänge.

Hejny: Ich brauche keine Spieler, die sich 60 Minuten auf dem Platz abhetzen. Sie müssen helfen, ihre Mitspieler zu entlasten. Da waren welche dabei, die uns weiterhelfen könnten. Ich kann noch keine Namen nennen, da wir zuerst die Wechselmodalitäten kennen und noch einiges andere regeln müssen. Wir hoffen, dass alles klappt.

SZ: Wie soll dann ihr Spielsystem in Zukunft aussehen?

Hejny: Wenn es mit den Neuzugängen klappt und wenn sich niemand mehr verletzt sind alle wichtigen Positionen doppelt besetzt. Und wir haben mit z.B. Patrick Engler, Gabriel Stanciu und Oliver Robotka auch Allrounder im Team, die auf mehreren Positionen spielen können. Gabriel, unser Spielmacher, hat sich leider vor kurzem einen Bänderriss zugezogen, schont sich gerade und hofft, zum Rückrundenstart am 8. Januar um 17 Uhr in Wernau oder spätestens ein, zwei Spiele später dabei sein zu können. Sonst müssen Oliver und Patrick in die Presche springen. Wenn alle gesund sind, könnten wir inklusive der Neuzugänge sehr variabel sowohl in der Abwehr als auch in der Offensive spielen – immer vorausgesetzt, die äußeren Umstände spielen mit. Wir müssen aber trainieren, trainieren und nochmals trainieren …..

SZ: Apropos trainieren …Wie sieht ihr Winterpausenprogramm aus und wie steht es mit der Trainingsmoral?

Hejny: Wie gesagt, alle wissen, was die Stunde geschlagen hat und alle wollen gewinnen. Außer den verletzten Spielern trainieren meist alle mit. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist Pause, dann trainieren wir in der ersten Januarwoche und spielen am Freitag, den 6. Januar zu Hause bei einem Trainingsturnier mit Dettingen/Erms, dem Vfl Pfullingen und der HSG Albstadt. Am Samstag machen wir nochmals ein lockeres Training und dann kann am Sonntag das erste Rückrundenspiel gegen Wernau kommen.
Bei unseren Trainingseinheiten sind stets einige A-Jugendspieler wie zum Beispiel Fabian Kohler, Timo Menz, Björn Michelberger und andere dabei, die sehr ehrgeizig sind und vielleicht in ein, zwei oder drei Jahren in der „Ersten“ spielen können. So können wir auch im Training meist zwei Teams bilden, Spielzüge und Abwehrverhalten etc. üben. Außerdem bin ich froh, dass uns nach der Knieverletzung unseres Keepers Alexander Gebele, Henrik Utoft auch in der Rückrunde aushelfen wird.

SZ: Wie viele Siege reichen ihrer Meinung nach zum Klassenerhalt?

Hejny: Ich meine, wir müssen noch mindestens acht Spiele gewinnen. Ich weiß, das wird sehr, sehr, schwer. Gegen Blaustein haben wir aber schon bewiesen, dass wir auch gegen stärkere Mannschaften gewinnen können und ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Kader und den neuen Spielern den Klassenerhalt schaffen. Diese acht oder auch neun Siege werden wir schaffen. Gegen negative äußere Umstände wie Verletzungen kann ich natürlich nichts machen. Hoffen wir mal, dass die Verletzungspechsträhne vorbei ist. Wenn wir dann trotz aller Anstrengungen einen Relegationsplatz belegen, dann werden wir die Relegation gewinnen, bin ich überzeugt.

SZ: Bekommen Sie vom Verein Unterstützung?

Hejny: Oh ja. Zu Beginn kannte ich ja die Strukturen noch nicht. Jeder versucht mir jetzt, irgendwie zu helfen, es klappt gut im Verein. Ich muss unser Ziel „Klassenerhalt“ verfolgen, Störer darf es bei unserem schweren Unterfangen keine geben.

SZ: Wenn Sie den Klassenerhalt schaffen, planen sie dann weiter mit dem TSV?

Hejny: Wenn das Umfeld weiterhin stimmt, ist das für mich gar keine Frage. Aber jetzt müssen wir zunächst nur für unser Ziel kämpfen, den Klassernerhatl, das hat oberste Priorität, auf etwas anderes konzentriere ich mich zurzeit nicht.

SZ: Herr Gebele, haben Sie mit Günther Hejny den richtigen Trainer geholt? Sind Sie mit seiner Arbeit bislang zufrieden?

Ralf Gebele: Absolut. Wir hätten ihn in dieser schwierigen Situation nicht eingestellt, wenn wir nicht an seine Stärken geglaubt hätten. Ich führte sehr viele Gespräche mit Trainer und Spielern, sah mir bisher viele Trainingseinheiten an und glaube, dass wir in der Rückrunde noch viel Freude an dieser Mannschaft haben werden. Wir sind, und da spreche ich auch für unseren ersten Vorsitzenden Matthias Knoll, sehr zufrieden mit der Arbeit des Trainers und sind an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert. Er ist äußerst engagiert und fleißig, hat ein Augenmerk auf die Jugend und fordert vor allem die A-Jugend, indem er sie ins Training einbindet, das gefällt mir sehr gut.

SZ: Können Sie uns schon die Namen neuer Spieler nennen?

Gebele: Es wurden mehrere Spieler zum Training eingeladen. Einige haben unserem Anforderungsprofil entsprochen, andere nicht, einige sind erst gar nicht erschienen. Es gibt momentan zwei Kandidaten, die in der engeren Wahl sind. Es ist aber noch nicht alles in trockenen Tüchern. Sobald die Modalitäten geregelt sind, werden die Namen bekannt gegeben und dann kann man auch sagen, ab wann sie eingesetzt werden können. Wir brauchen schon zwei Spieler, da Kapitän Janos Csele auf Grund seiner senkrecht angerissenen Achillessehne immer noch größere Probleme hat und vielleicht doch noch längere Zeit ausfällt.

SZ: Wie sieht ihr Saisonziel in dieser schwierigen Situation aus?

Gebele: Als aller erstes muss der Klassenerhalt gesichert werden, das ist die Grundvoraussetzung. Alle Kräfte aus Bad Saulgau sind bestrebt, den Klassenerhalt zu realisieren. Mein Wunschziel wäre Platz neun, das können wir schaffen. Die Mannschaft ist hoch motiviert, sie kann schnell spielen, so dass wir in Zukunft auch wieder Tempogegenstöße sehen werden. Insgesamt bin ich sehr zuversichtlich.

SZ: Herr Hejny, Herr Gebele, vielen Dank für das Gespräch.

Supertramp

   

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TSV Bad Saulgau - TSV Blaustein

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