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Marcel Schliedermann

#1 von albrandfichte , 19.10.2012 10:01

Eine feste Größe

"Superwohl" fühlt sich nach eigener Aussage Profi-Handballer Marcel Schliedermann hoch im Norden der Republik. Ärgerlich für ihn sind nur die Punkte, die er mit Bad Schwartau zuletzt liegen gelassen hat.
Autor: WERNER GALLBRONNER | 18.10.2012



Foto: SWP

Marcel Schliedermann (am Ball) übernimmt Verantwortung beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau. Foto: sportblitz.info

Aus der TSG-Handballjugend zum Profi: Der Ehinger Marcel Schliedermann hat seinen Lieblingssport zum Beruf gemacht und fühlt sich in seinen "beiden Vereinen superwohl". Der 21-Jährige hat ein Doppelspielrecht für den Erstliga-Topverein HSV Hamburg und den Zweitligisten VfL Bad Schwartau, wobei er in dieser Saison primär für den Klub vor den Toren Lübecks aufläuft. Den Grund nennt der 1,89 Meter große Rückraumspieler auch gleich: "Da habe ich mehr Spielpraxis." Für einen jungen Spieler ist das wichtig. Einzig die magere Punktebilanz der letzten Spiele mit einer Serie von zwei Niederlagen und einem Unentschieden trübt etwas das Gemüt: "Da haben wir zuviel liegen gelassen." Doch der VfL steht mit ausgeglichener Bilanz im Mittelfeld der Liga und die Saison ist noch lang.

Anscheinend hat sein Trainer Torge Greve Vertrauen in das 95 Kilogramm schwere Nachwuchstalent, denn: "Ich habe sehr lange Einsatzzeiten, 40 bis 45 Minuten pro Spiel", sagt Schliedermann. Und das auf einer zentralen Mannschaftsposition: In der Abwehr werde er universal eingesetzt, in der Offensive meist in der Rückraum Mitte als Spielmacher. "Unser Trainer legt Wert auf feste Positionen, damit sich die Abläufe einspielen."

Das Tagesprogramm ist gut gefüllt und fest geplant: Zweimal Training, morgens und abends, dazwischen einkaufen, Wohnung putzen, kochen und büffeln. Nach dem Abitur hat der jetzt in Hamburg lebende Schliedermann ein Fernstudium an der Universität Oldenburg angefangen: "Betriebswirtschaftslehre für Spitzensportler." Neben dem Sport ein zweites Standbein zu haben erachtet er unbedingt für notwendig: "Wie schnell passiert etwas, dass man den Sport nicht mehr ausüben kann." Zwar trainiert er meistens in Bad Schwartau beim Zweitligisten, aber freitags auch regelmäßig beim HSV Hamburg. Das ist zwar nur einmal pro Woche, doch bringe es ihn richtig weiter: "Speziell in Hamburg wird mir viel erklärt von den älteren, erfahrenen Spielern."

In beiden Teams spielt er mit der Trikotnummer 27, doch bei seinem Spitznamen gibt es Unterschiede. Rufen ihn die Schwartauer mit "Marci", dem Namen, den er schon aus Ehingen kennt, ist er in Hamburg die "Uschi". "Als ich beim HSV angefangen habe, hatte ich noch lange Haare. Da hatte ich den Namen schnell weg", erklärt der Sportler. Doch er könne mit beiden leben: "Das gehört halt dazu."

Bereut hat er den Schritt vor drei Jahren hoch in Deutschlands Norden nicht. "Ich habe mir hier mittlerweile einen eigenen Freundes- und Bekanntenkreis aufgebaut." So kann er beispielsweise von Montag bis Mittwoch, wenn er in Schwartau trainiert, bei einer dem Handball verbundenen Familie im nahen Lübeck im Gästezimmer schlafen.

Schliedermanns Ziel ist klar: "Natürlich will ich einmal in der ersten Liga spielen." Zunächst will er über Einsatzzeiten beim HSV dorthin kommen, später kann es ruhig ein bisschen mehr sein.

 
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